Gymnasium Kaltenkirchen, Flottkamp 34, 24568 Kaltenkirchen Tel: 04191-3001

Informationen zur aktuellen Lage (Corona)

Liebe Schulgemeinschaft,

in diesem Eintrag werden wir Sie und Euch über den jeweils gültigen Stand hinsichtlich des Umgangs mit dem Corona-Virus informieren. Dieser Eintrag wird jeweils umgehend mit den neusten offiziellen und gesicherten Informationen der zuständigen Behörden (Ministerium und Gesundheitsämter) aktualisiert.

 

Montag, 16. März

Fragen und Antworten zur Schulschließung

Welche Einrichtungen sind von der Schulschliessung betroffen?
Betroffen sind alle öffentlichen Schulen (Grundschulen, weiterführende allgemeinbildende Schulen, Berufsbildende Schulen und Förderzentren gem. § 9 Schulgesetz SH) sowie Schulen in freier Trägerschaft und Einrichtungen der dänischen Minderheit. Die Regelungen gelten auch für die Schülerinnen und Schüler der Pflege- und Gesundheitsfachschulen sowie Einrichtungen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung.

Warum werden Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen?
Weil die Ausbreitung des Coronavirus sehr schnell geht. Weil es bisher noch keinen Impfstoff gibt. Und weil die Erkrankung, insbesondere für ältere und vorerkrankte Menschen, einen schweren Verlauf nehmen kann. Deshalb geht es jetzt darum, die Verbreitung über einen längeren Zeitraum zu strecken und die Infektionsgeschwindigkeit zu reduzieren. Je weniger sich zur selben Zeit anstecken, desto besser kann sich unser Gesundheitswesen auf die schweren Fälle vorbereiten.

Kinder und Jugendliche sind ebenfalls besonders schutzbedürftig. Die Übertragungsgefahr ist bei Kindern besonders hoch, weil kindliches Spiel regelmäßig einen spontanen engen körperlichen Kontakt der Kinder untereinander mit sich bringt. Des Weiteren ist das Einhalten disziplinierter Hygieneetiketten abhängig vom Alter und der Möglichkeit zur Übernahme von Verantwortung bei Kindern weniger gut gewährleistet und bedarf einer entwicklungsangemessenen Unterstützung durch Erwachsene. Diese Unterstützung kann in den Schulen mit einer Vielzahl an Kindern durch die Lehrkräfte nicht immer ununterbrochen sichergestellt werden. Damit steigt die Gefahr, dass sich Infektionen innerhalb der Schulen verbreiten und diese nach Hause in die Familien getragen werden.

Wie werden die flächendeckenden Schließungen umgesetzt?
Der Unterrichtsbetrieb und sonstige schulische Veranstaltungen an Schulen ab Jahrgangsstufe 7 – Jahrgangsstufe 13 werden ab Montag, den 16.03.2020 bis zum Ende der Osterferien (19.04.2020) ausgesetzt. Der Unterrichtsbetrieb und sonstige schulische Veranstaltungen an Schulen von Jahrgangsstufe 1 – 6 werden ebenfalls ab Montag, den 16.03.2020 bis zum Ende der Osterferien (19.04.2020) ausgesetzt. Für Kinder der Jahrgangsstufen 1 – 6 wird zunächst bis Mittwoch, den 18.03.2020 weiterhin eine Betreuung in den Schulen ermöglicht, wenn bestimmte Voraussetzungen zutreffen. (s. folgender Punkt)

Gibt es Ausnahmen vom Betretungsverbot?
Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt. Da diese Schülerschaft zur besonders anfälligen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten.

Außerdem sind Schülerinnen und Schüler ausgenommen, bei denen beide Erziehungsberechtigte bzw. Alleinerziehende in einem Bereich arbeiten, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können.

Welche Berufe gehören zu den Bereichen, die für die Erhaltung der Infrastruktur notwendig sind?
Hierzu gehören folgende Bereiche:

  • Energie – Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc.,
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) – inkl. Zulieferung, Logistik,
  • Finanzen – ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers,
  • Gesundheit – Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, ggf. Niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore
  • Informationstechnik und Telekommunikation – insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze,
  • Medien und Kultur – Risiko- und Krisenkommunikation,
  • Transport und Verkehr – Logistik für die KRITIS, ÖPNV,
  • Wasser und Entsorgung,
  • Staat und Verwaltung – Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Katastrophenschutz, Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutz sowie
  • Grundschullehrkräfte, Sonderpädagoginnen an Förderzentren mit Internatsbetrieb und in Kindertageseinrichtungen Tätige.

Wie sollen Kinder betreut werden, deren Eltern keine Anspruch haben?
Alle Eltern werden dringlich dazu aufgerufen, ihre Kinder grundsätzlich selbst zu Hause zu betreuen. Auf eine Betreuung bei den Großeltern oder anderen Personen, die zur Risikogruppe gehören, sollten Eltern im Interesse des Schutzes dieser Personen verzichten.

Gilt die Schulschliessung auch für Schulleitungen und Lehrkräfte?
Die Schulleiterinnen und Schulleiter sowie im Vertretungsfall ihre Stellvertreter sind an den Unterrichtstagen zu den üblichen Unterrichtszeiten für Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erreichbar. Dies kann gelten zum Beispiel für Tätigkeiten wie

  • die Verteilung von Lernmaterial an die Schülerinnen und Schüler,
  • die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, insbesondere der Abschlussklassen, bei der Bearbeitung der Lernmaterialien und Prüfungsvorbereitung im Rahmen der üblichen Unterrichtszeiten,
  • die Wahrnehmung schulorganisatorischer Tätigkeiten,
  • die Planung des Unterrichts der Durchführung von Prüfungen für die Zeit nach den Osterferien,
  • die Betreuung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Notfallbetreuung an der Schule.

Lehrkräfte, die durch ihr Alter oder ihren Gesundheitszustand zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen gehören, sollen nicht in die Schulen kommen.

Was ist mit Lehrkräften, die selbst Kinder zu Hause betreuen müssen?
Beamtinnen und Beamte, die zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen, weil die Kinder wegen einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus Betreuungseinrichtungen oder Schulen nicht mehr besuchen dürfen oder die Einrichtung aufgrund von Maßnahmen im Rahmen der Eindämmung des Coronavirus geschlossen ist, erhalten Sonderurlaub nach § 20 Sonderurlaubsverordnung. Soweit neben der Kinderbetreuung mobiles Arbeiten möglich ist, ist dieses wahrzunehmen.

Welche Regelung gilt für Sozialkontakte im außerschulischen Bereich?
Alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sind aufgefordert, soziale Kontakte auch außerhalb der Schule auf ein Minimum zu reduzieren. Hier sind wir auf ein besonnenes und solidarisches Miteinander angewiesen.

Dürfen Schüler während der Schulschließung in Urlaub fahren?
Allgemein gilt: Die Schulschließungen bedeuten, dass der Unterrichtsbetrieb untersagt ist. Die Osterferien beginnen gem. Ferienverordnung 2017/18 bis 2023/24 am Montag, den 30.03.2020. Ziel der Schulschließungen ist eine Eindämmung des Coronavirus. Diese Maßnahmen sollten nach Empfehlungen beispielsweise des Robert Koch-Instituts durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden. Deshalb sind Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern aufgefordert, Außenkontakte zu minimieren und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Das gilt in den Ferien auch für Lehrkräfte.

Finden Praktika oder andere schulische Veranstaltungen statt?
Nein, auch Praktika und andere schulische Veranstaltungen wie der Boys‘ Day und Girls‘ Day entfallen vorerst bis zum 19.04.2020.

Finden Abschlussprüfungen statt?
Nein. Die Abschlussprüfungen werden auf die Zeit nach den Osterferien verschoben. Dabei ist bundeseinheitlich geregelt, dass den Schülerinnen und Schüler kein Nachteil aus dieser besonderen Situation entsteht und die jeweiligen Abschlüsse von allen Bundesländern anerkannt werden. Dies gilt insbesondere für die Abiturprüfungen. Das Bildungsministerium und die Schulen bereiten die neuen Abläufe in den nächsten Wochen vor.

Gilt das auch für Prüfungen in Kleingruppen?
Ja, das gilt auch für z. B. sprachpraktische Prüfungen oder Projektpräsentationen.

Quelle:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Aktuelles/_documents/corona_schule.html;jsessionid=425C5F89963AEF75D84BB14B3DFE64A5.delivery2-replication (16.03.20 um 12:15 Uhr)

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