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Eindrücke von der feierlichen Verabschiedung Herrn Redemunds

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes hieß es „Abschied nehmen“ von unserem langjährigen Schulleiter, Herrn Redemund.

In einer kurzweiligen Veranstaltung unter der Moderation des stellvertretenden Schulleiters, Bernd Gagelmann, durften sich die Anwesenden und natürlich Herr Redemund selbst an den auf verschiedenste Arten und Weisen gestalteten Reden und Aufführungen aus dem künstlerisch-ästhetischen Bereich erfreuen.

Den Auftakt unter den Redner*innen lieferte Herr Fuhrmann, Schulleiter a.D. des Copernicus-Gymnasiums in Norderstedt, heutiger Freund und ehemaliger Chef Herrn Redemunds, der schon früh das pädagogische und organisatorische Talent unseres langjährigen Schulleiters erkannte und förderte.

Im Anschluss daran erinnerte Hanno Krause, Bürgermeister Kaltenkirchens, an die stets kooperative und konstruktive Zusammenarbeit. Als gegenwärtiges Zeugnis gemeinsamer Schaffenskraft, auch in schwierigen Zeiten, führte Herr Krause das Einwerben von Spenden für unsere Lernwerkstatt an.

Als Vertreter der Elternschaft richtete Herr Dr. Schaar, stellvertretender Vorsitzender des Schulelternbeirats, einige Worte in Form eines „Rundganges durch die Schule“ an unseren scheidenden Schulleiter und hob insbesondere die regelmäßige und wertschätzende Zusammenarbeit in den SEB-Sitzungen hervor. Besonders positiv habe er den menschlichen Gestus und das effiziente Organisationsvermögen Herrn Redemunds in der Elternarbeit geschätzt.

Auch unser Schülersprecher, Mats Wagner, sprach von einer sich dem Ende zuneigenden Ära eines Schulleiters, den er erst im späteren Verlauf seiner Schulbiographie am Gymkaki näher kennenlernen durfte. Sei „Herr Redemund“ in der Orientierungsstufe noch eine Art Floskel eines im Hintergrund agierenden Chefs gewesen, entwickelte sich dieser zu einem regelmäßigen uns sehr geschätzten Gegenüber bei gemeinsamen Schulentwicklungstreffen.

 

Es folgte ein äußerst amüsanter Zwischenakt des Q2-Kurses aus dem Darstellenden Spiel von Frau Lehmann-Willenbrock, der es auf beeindruckend treffende und humorvolle Weise verstand, das Schulleben eines Schulleiters (Redemund) zu skizzieren.

 

Die beiden Personalräte Laura Gruchmann und Jens Mehrens führten, hier und da anekdotisch, durch die Lehrerschaft und überreichten dem vormals passionierten Torhüter und bekennenden BVB-Sympathisanten gelb-schwarze Kalorien.

 

Im Anschluss daran führten Frau Dähling, Frau Benn, Herr Wasmund sowie Herr Joachimsmeier als Vertreter*innen der Fachschaften Englisch und Französisch durch das Programm. In einer postmodern angelegten „Metarede“ in Form der Besprechung einer Abiturklausur fokussierten sie sich auf die Charakterisierung der Eigenschaften einer Romanfigur, die erstaunliche Ähnlichkeiten zu unserem langjährigen Schulleiter aufweist.

 

Nach dieser kreativen Zusammenstellung erfolgte die Abschiedsrede Frau Lutters, die als Vertreterin des Ministeriums für Bildung Wissenschaft und Kultur aus Kiel angereist war. Frau Lutter unterstrich die stets konstruktive Zusammenarbeit über die Jahre hinweg und betonte auf metaphorische Weise, wie sehr sich Herr Redemund in seiner aktiven Zeit für die Belange seiner Schule auch beim Ministerium eingesetzt hatte.

Im Anschluss überreichte Frau Lutter ganz offiziell die Urkunde zum Eintritt in die Pension.

 

Den musikalischen Höhepunkt bildete das Orchester um Frau Cypionka mit Joseph Haydns „Kindersinfonie“, in der nicht nur einige „junggebliebene“ Kolleg*innen den Griff zum Musikinstrument nicht scheuten, sondern auch der „taktvolle“ Herr Redemund inmitten seiner hochgeschätzten Schüler*innen noch einmal sein Können an der Triangel unter Beweis stellen „durfte“.

 

Zuletzt ergriff Herr Redemund noch einmal das Wort, indem er allen am Schulleben Beteiligten seinen Dank und seine Wertschätzung, insbesondere unseren Schüler*innen gegenüber, zum Ausdruck brachte.

Ganz ohne kritischen Blick auf das seiner Meinung nach sich zu schnell verändernde Schulsystem und einen ideengebenden Hinweis auf einen Schulfrieden im Hamburger Sinne konnte er sich jedoch nicht verabschieden: Guter Unterricht und gute pädagogische Arbeit bräuchten nun einmal Zeit.

Auf induktive Weise entfernte er sich vom Kleinen und lenkte den Blick auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die eben nicht durch Vereinfachen, sondern denen durch einen wachen Blick für die Komplexität der Herausforderungen, den unsere Schüler*innen seiner Ansicht nach zunehmend für solche Themen entwickeln, begegnet werden muss.

 

Lieber Herr Redemund,

 

wir als Schulgemeinschaft bedanken uns für die jahrelang erfolgreiche Zusammenarbeit sowie das stets offene Ohr und verabschieden uns natürlich mit einem weinenden Auge von Ihnen. Wir wissen jedoch, dass Sie ganz bestimmt schon viele gute Einfälle haben, wie Sie Ihren Ruhestand zu gestalten gedenken. Hierfür wünschen wir Ihnen von Herzen alles Gute.

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