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Eine Wolke im Einmachglas – oder die Frage: Was treibt den Klimawandel an? Besuch der Kieler Forschungswerkstatt 4.0

Am vergangenen Montag, den 26.03.18 war es wieder soweit: insgesamt 50 Schüler/innen aus den 6. und 7. Klassen machten sich auch in diesem Jahr auf den Weg in die Kieler Forschungswerkstatt, um die unterschiedlichen Vegetationszonen der Erde und die Mechanismen des Klimawandels zu erforschen. Dies war bereits die 4. Exkursion dieser Art, die von 4 Schüler/innen aus dem Biologie-Profil des Q1-Jahrgangs begleitet wurde und jedes Jahr in der Woche vor den Osterferien stattfindet.

Die Schüler/innen des Energie-Labors hatten zwar schon häufig durch die Medien davon gehört, dass sich das Klima im Wandel befindet und extreme Ereignisse, wie z.B. Wirbelstürme, Überflutungen und Dürren zunehmen, doch ist tatsächlich der Einfluss durch den Menschen dafür verantwortlich?

Dieser Frage versuchten sie als Junior-Klimaexperten für Wolkenbildung, den Wasserkreislauf, Eis-Albedo, CO2 und Ozeanforschung auf den Grund zu gehen, indem sie die unterschiedlichen Mechanismen des Klimasystems mit Hilfe von Experimenten untersuchten.

Dabei ließen sie u.a. Wolken im Einmachglas entstehen, analysierten den Wasserkreislauf anhand eines Flaschengartens und klärten mit Hilfe einer Wärmebildkamera, weshalb Regentropfen keine thermische Energie transportieren können.

Am Ende des Labortags wussten die jungen Klimaforscher, dass die Menschheit durch ihre Lebensweise zwar „nur“ auf einen der fünf Klimafaktoren direkten Einfluss hat, dieser aber mit allen anderen Mechanismen in einem System vernetzt ist und so indirekt auch alle anderen Faktoren in einem gewissen Maß durch uns Menschen mit beeinflusst werden.

Während die einen im Energie-Labor untersuchten, woraus Klima besteht und wie es funktioniert, versuchte eine andere Gruppe von Schülern/innen im Geo-Labor herauszufinden, wie sich die Pflanzen in den Vegetationszonen der Erde auf die Auswirkungen des Klimas über Jahrmillionen an die verschiedenen Begebenheiten von Temperatur, Licht und Wasserverfügbarkeit angepasst haben. Dabei „durchreisten“ sie mit Forscherkisten alle Zonen im großen Schaugewächshaus des Botanischen Gartens an der Kieler Universität und hielten die erstaunlichen Überlebenstricks von z.B. Orchideen und Kugelkakteen in ihrem Forschertagebuch fest. Dabei entdeckten sie die biologischen Prinzipien von Struktur und Funktion  sowie Variabilität und Angepasstheit als Erfolgsrezepte der Natur.

Finanziert wurde die Exkursion erneut vom Förderverein unserer Schule, der die Transferkosten für den Bus getragen hat. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle!

Auch 2019 wird es wieder eine Exkursion in die Kieler Forschungswerkstatt geben, die dann mit neuen Themenprogrammen auf euch wartet!

Zum Abschluss kommen hier nun noch ein paar Fotoimpressionen aus dem Energielabor.

Text: J. Schäffer

Bilder: Philip Müller (Q1c) & J. Schäffer   

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