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Neues aus der Begabtenförderung (Teil III: Juniorakademie)

Was macht eigentlich die Begabtenförderung an unserer Schule?

 Unter dieser Frage werden in den nächsten Wochen immer wieder neue Beiträge aus den einzelnen Bereichen unserer Begabtenförderung veröffentlicht und in der Vitrine vor dem Verwaltungstrakt ausgestellt.

Der heutige Beitrag ist ein Erlebnisbericht von der Teilnahme an der Juniorakademie in St. Peter-Ording aus dem vergangenen Jahr, den Samuel Philipp aus der jetzigen 9f verfasst hat.

Die Juniorakademie wird einmal jährlich in den Sommerferien angeboten und erfreut sich aufgrund der großen Angebotsvielfalt und der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten sehr großer Beliebtheit bei Schülern/innen der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie 7 bis 9. Für die Orientierungsstufe findet die Juniorakademie immer in Bad Segeberg statt. Die der Mittelstufe wird – wie in Samuels Bericht zu lesen ist – in St. Peter-Ording ausgerichtet.

Um an der Juniorakademie teilnehmen zu können, muss man von einer Lehrkraft empfohlen werden und ein eigenes Motivationsschreiben als Bewerbung zu Anfang jeden Jahres über das Schulsekretariat bei den Veranstaltern der Juniorakademie einreichen. Die dortige Kommission entscheidet dann, ob man teilnehmen darf.

Sollte der Artikel Interesse bei euch/Ihnen bzgl. einer Bewerbung für die Juniorakademie in den Sommerferien 2019 (Kontaktaufnahme bitte bereits im Dezember 2018) oder an weiteren Informationen wecken, so stehe ich (Frau Schäffer, Sä) als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

gez. J. Schäffer

 

 Juniorakademie St. Peter Ording 2017

„Die Juniorakademie in St. Peter Ording ist so ähnlich wie ein zweiwöchiges Camp. Man hat einen festen Tagesplan und arbeitet an Projekten. Ab und zu macht man Ausflüge. Ich war Im Kurs „Ungewöhnliche Apps und Methoden zur Produktion eines Trickfilms“. Dort haben wir Trickfilme mit einer App auf Tabletts gemacht, die bei der Abschlusspräsentation gezeigt wurden. Wir haben uns mit dem Leben in der Zukunft auseinandergesetzt und Ausflüge ins Kino, an den Strand und in die NordArt gemacht. Es gab acht vielfältige Kurse, die sich mit Quantenphysik, der Relativitätstheorie, Containerschifffahrt, Trickfilmproduktion, Theater, Geschlechterrollen und Vielem mehr beschäftigten. Jeder Kurs wurde von zwei Erwachsenen geleitet, die sich sehr gut mit dem Thema, das im Kurs bearbeitet werden sollte, auskannten. Für Mahlzeiten und Freizeitangebote war natürlich auch gesorgt. Die Mensa des Campus versorgte uns dreimal täglich mit einer Mahlzeit und jeder, egal, ob Teilnehmer, Betreuer oder Kursleiter, konnte während der Freizeit sogenannte kursübergreifende Angebote anbieten. Auch hier gab es eine große Vielfalt an Angeboten. Von Handball, Improvisationstheater, Aquarelle malen, Nähen, Musik, Gesang, Tanz, Zeichnen, Mosaike anfertigen, Specksteine und Seifen schnitzen bis zu fachlichen Präsentationen, die sich zum Beispiel mit der Relativitätstheorie näher auseinandersetzten, war alles da. Allerdings beginnt ein so voller Tag natürlich nicht mit Ausschlafen. 7:30-8:25 Uhr gab es Frühstück, davor wurde zusätzlich Frühsport angeboten. Um 8:25 Uhr wurde in einem Morgenplenum der Tagesablauf einmal durchgesprochen. Danach wurde in den Kursen bis 12:00 Uhr gearbeitet. Von 12:00-13:00 Uhr gab es Mittagessen und danach konnte man zu den kursübergreifenden Angeboten gehen. Um 15:45 Uhr gab es Kaffee und Kuchen und anschließend wurde um 16:00 Uhr die Kursarbeit weitere zwei Stunden fortgesetzt, bis es um 18:00 Uhr Abendessen gab. Ab 19:00 Uhr konnte man wieder kursübergreifende Angebote anbieten oder besuchen. Um 22:00 Uhr gab es ein Abendplenum und um 22:30 Uhr war Nachtruhe. Am Anfang war es nicht so einfach in den Ferien so früh ins Bett zu gehen, aber irgendwann war man dankbar für den Schlaf. Wenn das Wetter nach 22:00 Uhr klar war, hatte man, wenn man vorher ein entsprechendes kursübergreifendes Angebot besucht hatte, die Möglichkeit mit einer Gruppe zum Deich zu fahren und dort Fotos von der Milchstraße zu machen. Auf manchen Bildern waren sogar Sternschnuppen zu sehen. In einer Nacht sahen wir am klaren Himmel sogar die ISS am Himmel. Allerdings kamen wir erst so spät zurück zu unseren Häusern, dass wir am nächsten Morgen nicht gerade ausgeschlafen waren, aber allein schon für all die schönen Fotos, die in solchen Nächten entstanden, hat es sich gelohnt. Am Samstagabend, gab es ein paar Spiele und hinterher eine Party mit sehr guter Stimmung und alkoholfreien Cocktails. Am Sonntag hatten wir keine Kurse. Natürlich gab es durch den größeren freien Zeitraum viele spezielle kursübergreifende Angebote. Es gab eine Fahrradtour zum berühmten Westerhever Leuchtturm, eine spannende Wattwanderung und viele weitere Angebote. Am Ende der zwei großartigen Wochen gab es eine Abschlusspräsentation der Kursergebnisse. Es war schade, als diese tolle Zeit zu Ende war. Ich habe auf dieser Akademie sehr viele großartige Menschen kennengelernt. Menschen mit außergewöhnlichen Talenten, Menschen, die sich genauso für Themen interessieren, die mich auch interessieren. An Schulen wird man mit großem Fachinteresse oder bei freizeitlichem Kontakt mit Wissenschaften sehr oft einfach als Streber abgestempelt. Bei den Akademien nicht.

Vielen Dank an das Gymnasium Kaltenkirchen, das mir die Teilnahme an dieser Akademie ermöglicht hat, das Akademieteam und die anderen Teilnehmer für die tolle Zeit.“

 

Verfasst von Samuel Oliver Philipp, 9f

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