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Orchesterbesuch in der Elbphilharmonie

Orchesterbesuch in der Elbphilharmonie

Ein Besuch in der Elbphilharmonie, welcher Musikinteressierte träumt nicht davon?  Das dachte sich auch Musiklehrerin Angela Cypionka vom Gymnasium Kaltenkirchen, die ihrem großen Schulorchester diesen Genuss unbedingt gönnen wollte. Sozusagen als Auszeichnung und Dank für die vielen Proben und unermüdliche Arbeit der Musikerinnen und Musiker. Und dafür bot sich der Besuch einer Generalprobe geradezu an, für den sich die Orchesterleiterin schon vor einem halben Jahr beworben hatte.

Am 25.01. war es soweit, 27 aufgeregte Orchestermitglieder zwischen 14 und 19 Jahren fuhren zu dem imposanten Gebäude, das bisher noch kaum jemand von innen gesehen hatte. Die Neugier und Erwartungen auf den großen Saal waren groß. Und wurden nicht enttäuscht. Beste Plätze im ersten Rang mit sehr gutem Blick auf das NDR Elbphilharmonie Orchester ließen die Spannung steigen. Auf dem Programm standen Stücke des argentinischen Komponisten Alberto Ginastera, der 1983 gestorben ist. Keine leichte Kost und gewöhnungsbedürftig, aber durch die ausgeprägte Rhythmik und Tonalität sehr interessant. Die Zuhörer konnten gut beobachten, wie präzise der mexikanische Dirigent Carlos Miguel Prieto mit den Musikern probte, viele Passagen wiederholen, einzelne Gruppen Einsätze und Betonungen wie auch Tempo vorspielen ließ und ihnen Höchstschwierigkeiten abverlangte. „Das ist zwar nicht meine Musik, aber ich fand es faszinierend, welche Klänge die Instrumente erzeugt haben“, sagte die Abiturientin Marlene Höfs. Für andere wiederum waren die acht Schlagwerker besonders interessant, die auf verschiedensten Schlaginstrumenten schwierigste Rhythmen spielten. In dem anschließenden Gespräch mit dem sympathischen Dirigenten erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass diese moderne Musik auch für ihn eine Herausforderung darstellt, die er jedoch besonders liebt. Auf die Frage der Kontrabassistin Lilli Schotters, wie er nun die Akustik des Saales finde, antwortete er nur ‚himmlisch’! , was die Schülerinnen und Schüler nun wirklich bestätigen konnten.

Nach zwei Stunden intensiven Zuhörens und Austauschens fuhren die Orchestermitglieder inspiriert von Raum und Klang wieder nach Kaltenkirchen. Und wer weiß, vielleicht schafft es nach dem Cellisten Philipp Wentrup, der jahrelang im Orchester des Gymnasiums gespielt hat und nun festes Mitglied des Ensembles ist, wieder einmal ein Talent in die Elbphilharmonie.

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