Gymnasium Kaltenkirchen, Flottkamp 34, 24568 Kaltenkirchen Tel: 04191-3001

Herzlich willkommen bei der AG-Autorentraining!

Liebe Mitschüler und Mitschülerinnen!

Vielleicht kennt ihr uns, die AG „Autorentraining“, schon aus dem „Schulboten“ oder von der Homepage, auf der wir hin und wieder die ein oder andere (Kurz-)Geschichte veröffentlicht haben. Wir sind eine Gruppe an (aktuell ausschließlich) Schülerinnen aus unterschiedlichen Jahrgängen, die eines gemeinsam haben: Wir schreiben gerne unsere eigenen Kurzgeschichten, Romane und Gedichte.

Wir haben beschlossen, dass wir hier auf der Website gemeinsam eine Geschichte veröffentlichen werden, die von uns allen gemeinsam geschrieben wird, und damit meinen wir nicht nur uns, die AG-Mitglieder, sondern auch euch – die Leser.

Denn das Besondere an dieser Geschichte ist, dass wir euch die Entscheidung überlassen werden, wohin die Handlung führt.

Was also unseren Charakteren widerfährt und welche Entscheidungen sie treffen, liegt in eurer Hand.
Beginnend mit dem Anfang werden wir jede Woche einen neuen Teil veröffentlichen, und euch dann mehrere Möglichkeiten geben, zwischen denen ihr wählen dürft. Das Ergebnis bestimmt dann, was im nächsten Teil passiert.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und sind gespannt auf eure Entscheidungen!

Der aktuelle Ausgangstext

Ein abenteuerlicher Campingurlaub

Endlich Sommerferien. Die Sonne schien, es war warm. Lisa wollte heute mit ihrem abenteuerlustigen kleinen Bruder John, ihrem attraktiven Kumpel Luca und seiner neugierigen Schwester Fiona zu einem Campingurlaub aufbrechen. Ganz ohne Eltern, nur die vier. Nach der Schule trafen sich die vier bei Luca und Fiona zuhause, um die Zelte vom Dachboden zu holen. John und Fiona hüpften aufgeregt um die beiden Großen herum. Für sie war es das erste Mal, dass sie nicht mit ihren Eltern unterwegs waren, sie waren ja erst 12.


Als sie alles in ihren Rucksäcken verstaut hatten, verabschiedeten sie sich von ihren Eltern und liefen los. Luca, der sowas schon öfter gemacht hatte, ging mit der Karte in der Hand voraus, Lisa ging hinten, um sicherzugehen, dass die beiden Kleinen nicht unterwegs irgendwo abbogen, wo sie gar nicht langgehen mussten. Der Campingplatz, den sie für die erste Nacht ausgesucht hatten, lag hinter dem Wald am Stadtrand. „Lasst uns erstmal eine kurze Pause einlegen. Es könnte uns allen nicht schaden, ein bisschen im Schatten zu sitzen und etwas zu trinken“, schlug Lisa vor. Sie hatte keine Ahnung mehr, wo sie eigentlich waren, das wollte sie aber nicht zugeben. Fiona und John ließen sich sofort im Gras nieder und kramten ihre Trinkflaschen hervor. Nach einer kurzen Pause scheuchte Luca sie weiter, damit sie ihr Ziel heute noch erreichen konnten.
Die vier erreichten nach einigen Stunden endlich das lang ersehnte Waldstück. Die Sonne, welche anfangs noch hinter den Wolken verschwunden war, ging allmählich unter und ließ den Himmel in ein farbenfrohes Spiel übergehen.


„Luca, es wird langsam dunkel. Wir haben doch länger gebraucht als gedacht. Vielleicht sollten wir für diese Nacht unser Zelt hier im Wald aufschlagen und morgen in aller Frühe zu unserem Zeltplatz“, sagte Lisa ein wenig verunsichert. Der Gedanke, im Dunkeln durch den Wald zu gehen und dabei nicht genau zu wissen, was um sie herum geschah, machte ihr etwas Angst.
„Wir können ruhig noch etwas weitergehen und dann im Wald unsere Zelte aufschlagen. Schau, die Sonne geht doch gerade erst unter. Bis es stockdunkel ist, haben wir noch etwas Zeit“, erwiderte Luca und setzte seine Schritte fort. Eigentlich hatte er keine Lust, eine Pause einzulegen, denn er wollte den Campingplatz mit dem erholsamen Strand noch erreichen, aber er wusste ganz genau, dass er seinen Eltern versprochen hatte, auf seine kleine Schwester aufzupassen.
„Na gut, aber lass uns bereits auf dem Weg nach einer geeigneten Stelle Ausschau halten. Du weißt ganz genau, wie ängstlich deine Schwester manchmal ist und außerdem haben wir es unseren Eltern versprechen müssen. Bei Dunkelheit machen wir Halt“, wiederholte Lisa noch einmal die Worte ihrer Eltern. Eigentlich war sie diejenige, die es etwas unheimlich fand, aber das konnte sie Luca unmöglich sagen. Viel zu viele Hoffnungen steckte sie in diesen Urlaub, ihrem besten Freund endlich näher zu kommen.


Während die beiden jüngeren Kinder weiterhin fröhlich vorwegliefen, schaute Lisa sich immer wieder um, denn sie hatte das Gefühl, verfolgt zu werden, doch traute sie sich nicht, ein Wort zu sagen. Luca und auch ihr kleiner Bruder würden sie auslachen. Einige Zeit liefen alle vier schweigend durch den Wald.
„Lasst uns hier langgehen. Dieser Weg ist kürzer und bringt uns schneller an unser Ziel“, rief Luca und zeigte auf einen kleinen Weg, der links vom Hauptweg abbog.
„Bist du dir sicher? Wir sollten auf dem Wanderweg bleiben. Was ist, wenn wir uns verlaufen und dann die ganze Nacht in diesem Wald umher irren?“
„Mache dir keine Gedanken. Ich bin diesen Weg schon unzählige Male gegangen und kenne mich hier aus. Außerdem möchtest du doch auch auf den Campingplatz. Wir werden diesen Weg nehmen“, entgegnete Luca schon fast ein wenig bestimmerisch.


Eine Weile liefen die vier schweigend neben einander her, doch als Luca sich umdrehte, um nach seiner Schwester zu sehen, fand er sie nicht mehr.
„Fiona, wo bist du?“, rief Luca laut in alle Richtungen und schaute sich hektisch um. Er hatte seinen Eltern versprochen, auf Fiona aufzupassen und nun war sie bereits nach wenigen Stunden weg. „Lisa, wieso bist du nicht weiterhin hinten gelaufen?! Du solltest doch aufpassen, dass die Kleinen nicht verloren gehen!“, fauchte er Lisa an, ,,du bleibst jetzt genau hier mit John stehen und ich werde sie suchen gehen und dabei passt du bitte auf, dass dein Bruder nicht auch noch verloren geht!“
Luca rannte los. Es war noch nicht allzu lange her, dass Fiona verschwunden war, aber er wusste nicht genau, wo er zuerst schauen sollte. Er war schon fast den kompletten Weg zurückgelaufen, den sie nach der Abzweigung genommen hatten, doch noch hatte er sie nicht gefunden.
„Fiona, bist du hier irgendwo?“, rief er erneut laut mit zitternder Stimme.
„Luca, ich bin hier“, hörte er die zarte Stimme seiner kleinen Schwester. Sofort lief Luca los und sah seine Schwester auf einem Baumstumpf sitzen. Er nahm sie in den Arm und sagte: „Was machst du denn bloß für Sachen? Ich habe mir solche Sorgen gemacht!“
„Weißt du, da war so ein Käfer und dem bin ich dann gefolgt. Der sah so interessant aus und plötzlich wart ihr einfach weg“, erzählte die Kleine.
„Beim nächsten Mal sagst du einfach Bescheid, dann warten wir kurz, aber nun lass uns schnell zurück zu den anderen.“ Die beiden machten sich auf den Weg zu den anderen.


„Da seid ihr ja endlich“, rief Lisa, als sie die beiden sah.
„Was machen wir jetzt?“, fragte John, ,,es ist ja schon dunkel und wir sind immer noch nicht am Campingplatz. Ich habe Hunger und ich will endlich ankommen.“
„Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder gehen wir im Dunkeln weiter, wir haben ja Taschenlampen dabei, oder wir schlagen unsere Zelte hier auf“, erklärte Luca.
„Wir werden jetzt genau hier an dieser Stelle unsere Zelte aufschlagen und morgen im Hellen weitergehen. Ich habe keine Lust, noch einen von uns zu verlieren und wohlmöglich nie am Ziel anzukommen. Außerdem gibt es hier nicht eine einzige Laterne und wir würden wahrscheinlich ewig im Kreis laufen“, erwiderte Lisa energisch und nahm ihren Rucksack vom Rücken.
„Sobald die Zelte stehen, essen wir etwas und dann ruhen wir uns aus. Wir werden morgen einfach in aller Frühe weitergehen und dann erreichen wir den Campingplatz eben erst morgen. Wir werden trotzdem noch genügend Zeit am Strand haben“, sagte Lisa und machte sich daran, das Zelt von sich und ihrem Bruder aufzubauen.

Nachdem die Zelte endlich standen und die kleinen Geschwister nicht mehr quengelten, dass sie Hunger hatten, ließ Lisa sich erschöpft in ihren Schlafsack fallen.

,Was war das doch für ein anstrengender erster Tag. Hoffentlich wartet heute keine Überraschung mehr auf uns‘, dachte sieund schloss die Augen. Ihr kleiner Bruder war bereits in den Schlaf gefallen und lag seelenruhig neben ihr.
Auch Lisa fiel nach einer kurzen Weile in einen unruhigen und leichten Schlaf. Mitten in der Nacht schreckte sie auf. Um ihr Zelt herum bewegte sich ein großer Schatten und es waren unheimliche Geräusche zu hören. Eigentlich hatte sie Angst und wollte das Zelt auf keinen Fall verlassen, doch was war, wenn dieses Geräusch eine Gefahr darstellte? Vorsichtig und leise öffnete Lisa ihren Schlafsack und ran mit sich. Sie öffnete sachte den Reißverschluss ihres Zeltes und lugte hinaus. Sie erkannte in einiger Ferne eine Silhouette, die sich langsam bewegte, doch was sollte sie tun? Die Geräusche konnte sie nicht zuordnen und der Schatten war unheimlich…

Entscheidungsmöglichkeiten: 
Soll Lisa…
1. die anderen wecken, mit ihnen die Zelte abbauen und weiter durch den Wald laufen?
2. oder dem Schatten hinterher laufen und herausfinden, was das war?

Wie soll der Ausgangstext weitergehen?

  • Möglichkeit 2 (88%, 7 Stimmen)
  • Möglichkeit 1 (13%, 1 Stimmen)

abgegebene Stimmen: 8

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