Abijahrgang 2006

Für die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs war es ein ganz besonderer Moment. An diesem Samstag fand die Entlassungsfeier unseres Gymnasiums statt. Feierlich wurden die AbiturientInnen von den Mitgliedern des Unterstufenchors zu den Klängen von „Football´s coming home“ zum letzten Mal in die Aula geleitet.
Unter der Leitung von Frau Cypionka sang der Chor dann das Abschiedslied „Hallo herzlich willkommen hier“, das den meisten der scheidenden SchülerInnen noch mit anderem Text von ihrer Einschulung her bekannt war. Genauso wie der „Abschiedskanon“, in dem der Jahrgang einzeln namentlich erwähnt wurde. Hierbei wurde allen endgültig klar, dass die Schulzeit vorüber ist und sich ein Kreis geschlossen hat. Für diesen rührenden Beitrag erhielt der Unterstufenchor lang anhaltenden Applaus.
Als erster offizieller Part des Morgens erfolgte die Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn OStD Redemund. In einer kurzweiligen Rede gratulierte er den 34 Schülerinnen und 32 Schülern zum bestandenen Abitur. Er erklärte den Jahrgang 2006 zu einem besonderen, da im Jahre 1976, also vor genau 30 Jahren, die ersten AbiturientInnenn unsere Schule verlassen hatten. In seiner Ansprache vergaß er nicht, den großen Anteil der Eltern an dem Erfolg ihrer Kinder hervorzuheben, und bedankte sich bei unserer Oberstufenleiterin Frau StD’n Zehe-Schlüter, die diesen Posten erst seit einem Jahr innehabe und sich aufopfernd für „ihre“ Oberstufenschüler eingesetzt habe. Zum Abschluss gab er den jungen Erwachsenen das Zitat „Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung“ mit auf den Weg:
Bürgermeister Herr Sünwoldt bezeichnete – im Fußballjargon – die Vorrunde des schulischen Werdegangs als abgeschlossen, erinnerte aber an die Fußballweisheit, dass nach dem Spiel vor dem Spiel sei.
Auch die SchülerInnen des 13. Jahrgangs wollten etwas zu ihrer Entlassungsfeier beitragen, und so sangen Thaisen Rusch und Steffen Weißhuber zur Freude ihrer MitschülerInnen ihr mittlerweile bekanntes Lied „Alter Mann“, das sie komponiert hatten.
Der Deutsch-Leistungskurs von Frau Kuch prüfte in der komödiantischen Vorstellungsschau „Abidol“ die Zukunftstauglichkeit der auftretenden KandidatInnen. Darunter befanden sich so berühmte Protagonisten wie Emilia Galotti aus dem gleichnamigen Drama von Lessing, der Tambourmajor aus Büchners „Woyzeck“ oder der „Taugenichts“ von Eichendorff. Es zeigte sich, dass keine der dargebotenen Fähigkeiten ausreichte, um die gestrenge Jury zufriedenzu- stellen, sondern dass im Leben viele davon notwendig sind, damit der Einzelne/die Einzelne gegen Widerstände bestehen kann.
Auch die LehrerInnen wollten ein paar Ratschläge erteilen, und so packten Frau Kuch, Frau Ukert und Herr Dr. Formella einen neuen Rucksack für ihre SchülerInnen, weil die alten Bücher und Hefte nicht mehr gebraucht werden. In ihre neue Tasche gaben sie nützliche Gegenstände wie eine Karte und einen Kompass zur Orientierung im weiteren Leben und ein Seil zur Absicherung.
Einen weiteren Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete die Rede von Felix Lüth und Sören Wulff, in der sie den Jahrgang – aus aktuellem Anlass – mit der deutschen Nationalmannschaft verglichen. Nach nunmehr 13 Jahren intensiven Trainings sollten sie, genau wie ihre fußballspielenden Vorbilder, ihre Chancen im Leben nutzen. Von Vorteil wäre dabei unter anderem auch die Entwicklung von „Lehmannqualitäten“. Für diese humorvoll vorgetragene Rede erhielten die beiden stehende Ovationen von ihrem Jahrgang.
Vor der Zeugnisverteilung spielten die Schüler Malte Göttsche, Joschka Cypionka, Angela Seitz (alle Geige) sowie Phillip Wentrup (Cello) und Sören Wulff (Klavier) das klassische Stück „Pachelbel-Kanon“ von Johann Pachelbel.
Nach diesem bewegenden musikalischen Beitrag, für den die Fünf großen Applaus ernteten, erfolgte die Zeugnisausgabe.
Die SchülerInnen wurden einzeln aufgerufen und schritten unter den Klängen ihrer im Vorfeld ausgewählten Musik durch den Mittelgang der Aula auf die Bühne. Hier erhielten sie den schriftlichen Nachweis ihrer Hochschulreife aus den Händen von Herrn Redemund und des jeweiligen Tutors/der Tutorin. Passend zu dem Abimotto „2006: Im Jahr der Weltmeister“ bekam jedeR zudem eine Medaille mit der Inschrift „Abitur 2006“ umgehängt.
Nach dieser Zeremonie sangen die AbiturientInnen ihr Abiturlied, für das sie zu einer bekannten Fußballmelodie den Text geschrieben hatten. Nach diesem bewegenden Abschluss einer gelungenen Entlassungsfeier lud der Jahrgang auf den Schulhof bei Sonnenschein und entspannter Stimmung zum Sekt- und Orangensaftempfang ein.
Die SchülerInnen, die unsere Schule verlassen haben, blicken auf einen unvergesslichen letzten Tag am Gymnasium Kaltenkirchen zurück.

Verena Dietz, 13.Jahrgang.