Latein einmal anders: der Fachtag der 7. Klassen am 16.3.2026

Am 16. März fand für die Lateinklassen des siebten Jahrgangs ein besonderer Projekttag statt: der Latein-Fachtag. Von der 2. bis zur 6. Stunde stand nicht der Unterricht im Klassenzimmer im Vordergrund, sondern ein praktischer Zugang zur Welt der Antike.

Die Schülerinnen und Schüler konnten in verschiedenen Gruppen arbeiten und sich je nach Interesse mit unterschiedlichen Bereichen des römischen Alltags beschäftigen. Dabei standen vier Stationen zur Auswahl:  Wachstafeln fertigen,  Mosaike gestalten, römische Leckereien zubereiten und römische Bauwerke als Bausätze nachbauen.

In der Wachstafel-Gruppe entstanden eigene Schreibtafeln nach antikem Vorbild. Aus Holz wurden zunächst Rahmen gefertigt, die anschließend mit Wachs gefüllt wurden. So konnten die fertigen Tafeln am Ende sogar wie in der Antike beschriftet werden, nachdem das Wachs ausgehärtet war.

Auch die Mosaik-Gruppe arbeitete kreativ: Verschiedene, selbst gewählte Motive wurden entworfen und mit kleinen, einzeln gelegten Steinen auf Holzplatten befestigt und selbst verfugt.

Ein weitere Gruppe befasste sich mit antiken Rezepten aus der römischen Küche. Hier wurden einfache Gerichte zubereitet, die bereits in der Antike bekannt waren. Dazu gehörte das sogenannte „Moretum“, ein würziger Frischkäseaufstrich mit Knoblauch und Kräutern, dessen Rezept auf ein Vergil-Gedicht zurückgeht. Außerdem wurden „Globi“ hergestellt: kleine ausgebackene, mit Honig, Sesam und Mohn servierte „Quarkbällchen“, deren Rezept bei Cato dem Älteren überliefert ist.

Ergänzt wurde das Angebot durch die fleißige Bauwerke-Gruppe, in der ein präzise gefertiges Papiermodell eines römischen Landhauses entstand.

Der Fachtag hat gezeigt, wie vielseitig das Fach Latein sein kann. Durch das praktische Arbeiten und die unterschiedlichen Zugänge wurden verschiedene Bereiche des antiken Lebens für die Schülerinnen und Schüler greifbar und anschaulich gemacht.