



m 04.06.2026 lud der Wahlpflichtkurs „Projektmanagement“ des 9. Jahrgangs zur öffentlichen Abendveranstaltung „Schule 2035“ in die Bürgerhalle ein. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen, wenn ihnen echte Gestaltungsspielräume zur Verfügung stehen.
Das Besondere an diesem Abend: Die Schülerinnen und Schüler hatten die Veranstaltung im Rahmen ihres Kurses eigenständig vorbereitet, organisiert und durchgeführt. Sie entwickelten das Konzept, gestalteten die Abläufe, kümmerten sich um organisatorische Fragen und begleiteten die Durchführung vor Ort. Damit war der Abend nicht nur eine Veranstaltung über die Zukunft von Schule, sondern zugleich selbst ein Experiment für neue Prüfungsformate.
Die Vorbereitung und Durchführung bildeten zugleich die Ergebnispräsentation eines längeren Lernprozesses. Im Sinne eines Pilotprojekts zu einer alternativen Prüfungskultur wurde hier nicht in einer klassischen Prüfungssituation abgefragt, was gelernt wurde. Stattdessen konnten die Schülerinnen und Schüler zeigen, welche Kompetenzen sie im Verlauf des Halbjahres aufgebaut hatten: planen, kommunizieren, koordinieren, Verantwortung übernehmen, auf Unvorhergesehenes reagieren und gemeinsam ein anspruchsvolles Projekt realisieren.
Inhaltlich stand die Frage im Mittelpunkt, wie Schule junge Menschen auf eine Welt vorbereiten kann, die sich rasant verändert. Einen zentralen Impuls setzte Prof. Dr. Olaf Köller mit seinem Vortrag zu den Lernzielen 2036. Er machte deutlich, dass Schule künftig nicht nur Fachwissen vermitteln muss, sondern Schülerinnen und Schüler noch stärker dabei unterstützen sollte, mündig, kritisch, kreativ, kooperativ und verantwortungsvoll zu handeln. Dazu gehören unter anderem KI-Kompetenz, Datenkompetenz, kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, Selbstregulation, Demokratiekompetenz und Nachhaltigkeitskompetenz.
Da Jöran Muuß-Merholz kurzfristig nicht teilnehmen konnte, übernahm Hendrik Haverkamp, der von Beginn an als Gast für die Diskussionsrunde eingeplant war, spontan einen eigenen Vortrag zu Schule und Unterricht in Zeiten von Künstlicher Intelligenz. Auch dieser Beitrag eröffnete spannende Perspektiven auf die Frage, wie sich Lernen, Unterricht und Schulentwicklung unter den Bedingungen digitaler Transformation weiterentwickeln können.
Im Anschluss kamen verschiedene Perspektiven miteinander ins Gespräch: Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Schulaufsicht, Politik und Schülerschaft diskutierten, welche Impulse sich aus dem Abend für die weitere Entwicklung des Gymnasiums Kaltenkirchen ergeben. Wir danken der Schulaufsicht, unserer Schulleiterin Tatjana Rahmani sowie der Vorsitzenden des Jugend-, Sport-, Bildungs- und Kulturausschusses, Susanne Steenbock, für ihre Beiträge, Rückmeldungen und Perspektiven auf unseren weiteren Schulentwicklungsprozess.
Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Olaf Köller für seinen zukunftsweisenden Vortrag sowie Hendrik Haverkamp für seine große Flexibilität und seine wertvollen Impulse. Vor allem aber danken wir den Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs: Sie haben mit großem Engagement gezeigt, dass Projektarbeit weit mehr sein kann als eine Unterrichtsmethode. Sie kann ein Lernraum sein, in dem Verantwortung, Selbstwirksamkeit, Teamarbeit und Zukunftsdenken konkret erfahrbar werden.
Der Abend hat deutlich gemacht: Schule verändert sich nicht abstrakt auf dem Papier, sondern dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen.
(Transparenzhinweis: Der Text ist unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz entstanden)
